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<title>Lachen</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Lachen</span></h1>
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<p><b>Lachen</b> ist eines der wichtigsten angeborenen emotionalen Ausdrucksverhalten des Menschen, das seine Wirkung nicht nur, aber vor allem in der Gemeinschaft mit Mitmenschen entfaltet. Lachen ist durch typische Lautäußerungen und ein stoßartiges Ausatmen gekennzeichnet und unterscheidet sich dadurch deutlich vom bloßen <a href="L%C3%A4cheln" title="Lächeln">Lächeln</a> (beim Lächeln oder <a href="Schmunzeln" title="Schmunzeln">Schmunzeln</a> verändert sich nur der Gesichtsausdruck). Lachen ist
</p>
<ul><li>eine Reaktion des Menschen auf <a href="Komik" title="Komik">komische</a> Situationen,</li>
<li>eine Erleichterungsreaktion nach überstandener Gefahr,</li>
<li>eine Methode, drohende soziale Konflikte abzuwenden und soziale Beziehungen zu festigen,</li>
<li>ein <a href="Abwehrmechanismus" title="Abwehrmechanismus">Abwehrmechanismus</a> gegen spontane Angstzustände.</li></ul>
<p>Der Wissenschaftszweig, der sich mit dem Lachen beschäftigt, ist die <a href="Gelotologie" title="Gelotologie">Gelotologie</a> (von <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a></span> <span lang="grc-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">γέλως</span> <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261937631">
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</style><span class="Latn" lang="grc-Latn" style="font-weight:normal;font-style:italic">gélōs</span>, deutsch <span lang="de" style="font-style:normal;font-weight:normal">‚Lachen‘</span>). Das Wort <i>lachen</i> (<a href="Mittelhochdeutsche_Sprache" title="Mittelhochdeutsche Sprache">mhd.</a> <i>lachen</i>, <a href="Althochdeutsche_Sprache" title="Althochdeutsche Sprache">ahd.</a> <i>hlahhan, lahhan</i>) entstand durch <a href="Onomatopoesie" title="Onomatopoesie">Lautmalerei</a>.<sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Auch bei einigen Tierarten ist Lachen oder ein dem menschlichen Lachen ähnliches Verhalten bekannt.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lachformen">Lachformen</h2></div>
<p>Die Vielfalt und der Variantenreichtum des Lachens ist sehr groß. Über andere und über sich selbst zu lachen ist offenbar eine wichtige Entlastung von der Mühsal des Lebens.
</p><p>Nach dem antiken griechischen Philosophen <a href="Aristoteles" title="Aristoteles">Aristoteles</a> ist der Mensch das einzige Tier, welches das Lachen entwickelt hat (<a href="Homo_ridens" title="Homo ridens">homo ridens</a>) – Lachen und Menschsein gehören für ihn zusammen. Die Vielfalt und der Variantenreichtum des Lachens ist sehr groß.
</p><p><a href="Schmunzeln" title="Schmunzeln">Schmunzeln</a> ist eine abgemilderte Form des Lächelns,<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die meist im Zusammenhang mit etwas Lustigem, mit <a href="Humor" title="Humor">Humor</a> steht. Das abschätzige Gegenstück des Schmunzelns ist das Feixen oder verächtliches Grinsen.
</p><p>Meist ist Lachen fröhlich. Lachen kann auch bei eigentlich bösartigen Situationen auftreten (<a href="Sarkasmus" title="Sarkasmus">sarkastisches</a> Lachen). <a href="Sardonismus" title="Sardonismus">Sardonismus</a> bezeichnet einen grimmigen, schmerzvollen <a href="Spott" title="Spott">Spott</a>, der oft mit einem unheimlichen, finsteren Gelächter, dem <a href="Sardonisches_Lachen" class="mw-redirect" title="Sardonisches Lachen">sardonischen Lachen</a>, verbunden ist.
</p><p>Die Art und die Gründe des Lachens lassen, so mutmaßt <a href="Erich_K%C3%A4stner" title="Erich Kästner">Erich Kästner</a>, Rückschlüsse auf den Wesenskern des betreffenden Menschen zu: „Wie jemand über gewisse Dinge und unter gewissen Voraussetzungen lacht, so ist er! Da helfen keine Versteckspiele. Da <i>hört</i> man den wahren Charakter!“<sup id="cite_ref-3" class="reference"><a href="#cite_note-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Gel%C3%A4chter" title="Gelächter">Gelächter</a> ist lautes Lachen, meist in Gesellschaft. In einer heiteren Gruppe gewinnt das Lachen eine hohe Eigendynamik. Aus sozialpsychologischer Sicht ist exzessives, enthemmtes Lachen geradezu ein Triumph des Körpers über die Dominanz des Verstandes.
</p><p>Mit dem <a href="Soziales_L%C3%A4cheln" title="Soziales Lächeln">sozialen Lächeln</a> wird in der <a href="Entwicklungspsychologie" title="Entwicklungspsychologie">Entwicklungspsychologie</a> die angeborene<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Fähigkeit eines <a href="S%C3%A4ugling" title="Säugling">Säuglings</a> bezeichnet, mit einem Lächeln auf seine Umgebung zu reagieren.
</p><p>Ein lautes, nicht enden wollendes Gelächter wird als <a href="Homerisches_Gel%C3%A4chter" title="Homerisches Gelächter">Homerisches Gelächter</a> bezeichnet. Der griechische <a href="Epik" title="Epik">Epen</a>-Dichter <a href="Homer" title="Homer">Homer</a> lässt, in seiner <i><a href="Ilias" title="Ilias">Ilias</a></i> und in seiner <i><a href="Odyssee" title="Odyssee">Odyssee</a></i>, die Götter dieses Lachen anstimmen.<sup id="cite_ref-ref1_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-ref1-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Ein <a href="Lachkrampf" class="mw-redirect" title="Lachkrampf">Lachkrampf</a> ist ein unkontrollierbarer, oft grundloser Lachanfall, der bei Müdigkeit oder bestimmten Krankheiten auftreten kann. Es handelt sich um eine Reflexbewegung, die leicht in eine Art Krampf übergehen kann. In einigen Fällen kann das Lachen aufgrund von neurologischen Störungen oder Hirnverletzungen krankhaft sein.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Redewendungen">Redewendungen</h2></div>
<p>Die umgangssprachliche <a href="Redewendung" title="Redewendung">Redewendung</a> „sich totlachen“ (auch: „sich halb totlachen“) wird im deutschen Sprachraum verwendet, wenn ausgedrückt werden soll, dass ein Vorgang oder eine Äußerung als besonders lustig oder auch lächerlich empfunden wird.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Ausdruck „sich einen Ast lachen“ bedeutet umgangssprachlich, sehr laut und herzhaft zu lachen, bis man sich vor Lachen fast krümmt. Der Ausdruck stammt aus dem 19. Jahrhundert, wobei „Ast“ als Bild für einen Buckel oder Höcker verwendet wurde. Wenn man sich vor Lachen krümmt, sieht man aus, als hätte man einen Buckel.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Das Sprichwort „Wer zuletzt lacht, lacht am besten“ bedeutet, dass es auf den Erfolg am Ende ankommt, auch wenn es zunächst schwierig erscheint. Die Redewendung ermutigt zu Geduld und Ausdauer, da der wahre Gewinner erst am Ende feststeht.<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sozialbedeutung">Sozialbedeutung</h2></div>
<p>Lachen wird im menschlichen Zusammenleben als Ausdruck von Sympathie und gegenseitiger Zustimmung verstanden und wirkt dadurch beruhigend, konfliktmindernd und gruppenfördernd. Nicht bewiesen, aber wahrscheinlich ist die Einschätzung, dass das Lachen eine der grundlegenden Kommunikationsformen des Menschen ist, die in der Menschheitsgeschichte der Entwicklung der Sprache deutlich vorausgegangen ist. Als Beleg dafür wird angeführt, dass Lachen in einer Hirnregion ausgelöst und gesteuert wird, die deutlich älter ist als das Sprachzentrum.<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Neben der Stärkung des Gemeinschafts- und Zusammengehörigkeitsgefühls innerhalb der eigenen Gruppe kann das Lachen auch eine gegenteilige Wirkung auf diejenigen haben, die nicht zur Gruppe gehören. Diese können leicht zu denjenigen werden, über die und auf deren Kosten gelacht wird (z. B. als Opfer eines hämischen, verächtlichen „Auslachens“). Das Lachen kann aus der Sicht der Verspotteten zu einer demütigenden, ehrenrührigen Waffe werden, indem es seine heitere Natur völlig ins Gegenteil verkehrt. Aber auch in solchen Situationen kann das Lachen eine insgesamt positive Wirkung entfalten, wenn es gelingt, eine Konfliktsituation durch Lachen zu entschärfen, ohne den Verlachten in seiner Ehre allzu sehr zu verletzen.
</p><p><a href="Konrad_Lorenz" title="Konrad Lorenz">Konrad Lorenz</a> deutete 1963 in seinem Buch <i><a href="Das_sogenannte_B%C3%B6se" title="Das sogenannte Böse">Das sogenannte Böse</a></i> das Lachen ursprünglich als Drohgebärde, entstanden aus dem Zähnefletschen.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Es zeige, dass jemand ein gesundes Gebiss hat, demonstriere also Kraft. Innerhalb einer Gruppe aber hatte und hat es etwas Verbindendes: Sich untereinander die Zähne zu zeigen, heißt, Teil einer starken Gemeinschaft und ein gleichberechtigter Partner innerhalb der Gruppe zu sein.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Antiautoritäres_Lachen"><span id="Antiautorit.C3.A4res_Lachen"></span>Antiautoritäres Lachen</h3></div>
<p>Diese Wirkung beruht auf einem wichtigen <a href="Anarchie" title="Anarchie">anarchischen</a> Grundzug des Lachens, der darin besteht, Autoritäten aller Art in Frage zu stellen: Im Lachen wird jeder Anspruch auf Respekt und Ehrerbietung grundsätzlich verneint. Personen und Institutionen, deren Status auf eben solchen Ehrbezeugungen beruht, sind daher durch das Lachen prinzipiell bedroht und müssen im Interesse des eigenen Machterhalts bestrebt sein, den Drang zur Heiterkeit in andere Kanäle und von sich weg zu lenken. Ein Beispiel für eine solche Kanalisierung von Affekten ist die ritualisierte Umkehrung von Herrschaftsverhältnissen, die den historischen Kern vor allem der südeuropäischen (insbesondere italienischen) <a href="Karneval" class="mw-redirect" title="Karneval">Karnevalsfeiern</a> ausmacht und als Ritual bewusst geduldet wird, um danach wieder in den normalen Alltag zurückkehren zu können.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Physiologie">Physiologie</h2></div>
<p>Das Lachen kann in seiner Intensität und Lautstärke erheblich variieren – von einem leisen, kaum wahrnehmbaren Kichern bis hin zu einem sehr lauten, ausgelassenen Gelächter, bei dem ein großer Teil des Körpers in Bewegung gerät. Lachen kann nur wenige Sekunden, aber auch viele Minuten lang andauern. Die nachfolgenden Angaben beschreiben ein deutlich ausgeprägtes Lachen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gehirn">Gehirn</h3></div>
<p>Beim Lachen sind verschiedene Regionen des Gehirns aktiv. Ein unterer Bereich des <a href="Frontallappen" title="Frontallappen">Frontallappens</a> (ventromedialen präfrontalen Kortex), der <a href="Endorphine" title="Endorphine">Endorphine</a> produziert, ist dafür zuständig, humorvolle Situationen als solche zu erkennen.<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine Region im oberen Bereich des Stirnlappens, die zum <a href="Motorcortex" title="Motorcortex">motorischen Zentrum</a> gehört und auch beim Sprechen aktiv wird, sorgt für die Anregung zum Mitlachen, wenn man Gelächter wahrnimmt. Außerdem ist das <a href="Limbisches_System" title="Limbisches System">limbische System</a> beteiligt, insbesondere das „Belohnungszentrum“ im <a href="Nucleus_accumbens" title="Nucleus accumbens">Nucleus accumbens</a>.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>Wissenschaftler haben gezeigt, dass Teile des limbischen Systems am Lachen beteiligt sind. Dieses System ist an den Emotionen beteiligt und hilft uns bei Funktionen, die für das Überleben des Menschen notwendig sind. Die Strukturen des limbischen Systems, die beim Lachen eine Rolle spielen, sind der <a href="Hippocampus" title="Hippocampus">Hippocampus</a> und die <a href="Amygdala" title="Amygdala">Amygdala</a>.<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die Techniken des Neurobildgebung und der <a href="Funktionelle_Bildgebung" title="Funktionelle Bildgebung">funktionellen Bildgebung</a> heben verschiedene <a href="Topografische_Anatomie" class="mw-redirect" title="Topografische Anatomie">topografische</a> Regionen hervor, die an der Neurophysiologie des Lachens beteiligt sind.
</p><p>Das mit dem Lachen verbundene Gefühl der Freude entspricht der Aktivierung neuronaler Netzwerke, insbesondere des mesocorticolimbischen Dopaminwegs (mesocortical pathway in der Abbildung).
</p><p>Der Psychiater Eric Smadja beschreibt in seinem Buch <i>Le rire</i> (Das Lachen) die Entstehung des Lachens in drei Phasen: psychisch, zerebral und motorisch. An der ersten sind verschiedene psychoemotionale Vorgänge beteiligt, bei denen Erinnerungen, Emotionen, Sozialität und Kommunikation eine Rolle spielen. Ein visueller Reiz (lustige Situation), ein <a href="Auditive_Wahrnehmung" title="Auditive Wahrnehmung">auditiver</a> Reiz (Witz, Geräusch), ein <a href="Taktile_Wahrnehmung" class="mw-redirect" title="Taktile Wahrnehmung">taktiler</a> taktiler Reiz (Kitzeln) oder auch eine Erinnerung werden von den Lappen der <a href="Gro%C3%9Fhirnrinde" title="Großhirnrinde">Großhirnrinde</a> aufgenommen (zweite Phase). Diese Regionen sind mit der frontalen Hirnrinde (Kortex) verbunden, der es ermöglicht, den affektiven Wert der sensorischen Informationen zu integrieren, ihr komisches Potenzial zu analysieren und das Lachen zu programmieren. Diese Botschaften werden an das limbische System weitergeleitet, das die Ausführung dieses Programms an verschiedene Effektoren organisiert, insbesondere an den Hirnstamm, der die Kaskade der physiologischen Reaktionen auslöst, die mit dem Lachen verbunden sind. Verschiedene Regionen des Hirnstamms koordinieren die synergistische Wirkung der sensorischen, motorischen und vegetativen Komponenten (Erröten, Schwitzen), die eine Rückkopplung zum Gehirn erzeugen. Die Integration dieses Feedbacks in das <a href="Arbeitsged%C3%A4chtnis" title="Arbeitsgedächtnis">Arbeitsgedächtnis</a> vermittelt das Gefühl, eine Emotion zu erleben.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Atmung_und_Stimme">Atmung und Stimme</h3></div>
<p>Das Lachen ist eine besondere <a href="Atmung" title="Atmung">Atmungs</a>bewegung, bei der die Ausatmung in mehreren schnell hintereinander folgenden Stößen ausgeführt wird. Die Einatmung geschieht dagegen meist in einem kontinuierlichen, beschleunigten und tiefen Zug. Der Atem geht insgesamt schneller.
</p><p>Bei der Ausatmung werden die <a href="Stimmb%C3%A4nder" class="mw-redirect" title="Stimmbänder">Stimmbänder</a> in Schwingung versetzt und produzieren typische Lautäußerungen. Dabei handelt es sich um abgehackt ausgestoßene Silben in schneller Wiederholung, die meist „ha“ lauten („ha-ha-ha-…“); aber auch andere <a href="Vokal" title="Vokal">Vokale</a> sind möglich, zum Beispiel „he-he-he-…“ oder „hi-hi-hi-…“.
</p><p>Beim Atmen wird der Puls beschleunigt und die <a href="Durchblutung" title="Durchblutung">Durchblutung</a> angeregt.<sup id="cite_ref-:0_18-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Danach nimmt die zuvor gestiegene <a href="Herzfrequenz" title="Herzfrequenz">Herzfrequenz</a> ab und der Blutdruck sinkt anhaltend.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Muskulatur_und_Bewegungen">Muskulatur und Bewegungen</h3></div>
<p>Wenn ein Mensch lacht, werden in der Gesichtsregion und am ganzen Körper über 80 Muskeln betätigt. Das Zwerchfell bewegt sich rhythmisch. Die <a href="Mimische_Muskulatur" title="Mimische Muskulatur">mimischen Gesichtsmuskeln</a> werden angespannt, die <a href="Lachmuskulatur" title="Lachmuskulatur">Lachmuskulatur</a> verbreitert die Mundspalte und zieht die Mundwinkel nach oben. Die Nasenlöcher weiten sich, die Augen verengen sich zu Schlitzen.<sup id="cite_ref-:0_18-1" class="reference"><a href="#cite_note-:0-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei enthemmtem Lachen entstehen zusätzliche Körperbewegungen, die sich in Redensarten spiegeln, zum Beispiel „sich vor Lachen biegen“, „sich vor Lachen kringeln/kugeln“, „sich vor Lachen schütteln“. Oft wird der Kopf beim Lachen nach hinten gekippt, manchmal in Verbindung mit einem Zurückbeugen des ganzen Oberkörpers. Schultern, Arme und Hände geraten mehr oder weniger in Bewegung. Im Sitzen kann das Lachen vom sprichwörtlichen „Schenkelklopfen“ begleitet werden. Die Ausprägung der Körperbewegungen steht in Verbindung mit verschiedenen Arten des Lachens.<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Reflexe">Reflexe</h3></div>
<p>Das Lachen ist in der Regel eine unwillkürliche Handlung, bei der ein Reiz, der über die sensorischen Nerven an das Gehirn weitergeleitet wird, dadurch kompensiert wird, dass er an die Nervenursprünge der Muskeln weitergeleitet wird, die sich beim Lachen zusammenziehen. Das Lachen ist also eine <a href="Reflex" title="Reflex">Reflexbewegung</a> und hat daher – wie andere Reflexbewegungen auch – die Besonderheit, dass es am vollkommensten ist, wenn unsere Aufmerksamkeit vom Körper abgewandt ist. Das Lachen kann jedoch bis zu einem gewissen Grad durch Selbstbeherrschung unterdrückt werden.
</p><p>Das Lachen wird auch durch gewisse Gefühlseindrücke (wie beispielsweise beim <a href="Kitzeln" title="Kitzeln">Kitzeln</a>) hervorgerufen und dient gewissermaßen als Mittel zum Ausgleich des durch jene Eindrücke verursachten Reizes. Die Reflexbewegung des Lachens kann leicht zu einer Art von Krampf ausarten, dem <a href="Lachkrampf" class="mw-redirect" title="Lachkrampf">Lachkrampf</a>.
</p><p><a href="Tr%C3%A4ne" title="Träne">Tränen</a> werden in hochemotionalen Situationen und psychischen Ausnahmezuständen erzeugt. Auch bei heftigem Lachen kann die Tränendrüse aktiviert werden und ihre Flüssigkeit abgeben.<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Immunsystem">Immunsystem</h3></div>
<p>Nach ein paar Lachanfällen sind im Blut mehr <a href="Antik%C3%B6rper" title="Antikörper">Abwehrstoffe</a> als sonst erkennbar. So etwa die <a href="Killerzellen" class="mw-redirect" title="Killerzellen">Killerzellen</a>: Sie stürzen sich auf Viren, so wird man bei einer Erkältung schneller wieder gesund. Killerzellen können auch Tumor-, also Krebszellen, vernichten.
</p><p>Auch <a href="Immunglobuline" class="mw-redirect" title="Immunglobuline">Immunglobuline</a> und verschiedene Zytokine werden gemessen. Immunglobuline sind <a href="Protein" title="Protein">Proteine</a> und haben eine große Bedeutung in der körpereigenen Immunabwehr. Sie befinden sich im Mundraum, gelangen aus dem Blut in den Speichel – der auch zunimmt – und leisten dort Widerstand gegen Viren und Bakterien. Somit helfen sie zum Beispiel, Infektionen bei Verletzungen zu verhindern. Manche der Immunglobulin-Effekte halten nach dem Lachanfall stundenlang an. Stress und Traurigkeit senken dagegen die Anzahl der Immunglobuline. Auch Zytokine – Bestandteile der weißen <a href="Blutk%C3%B6rperchen" title="Blutkörperchen">Blutkörperchen</a> – sind nach dem Lachen vermehrt auffindbar und für ähnliche Abwehrfunktionen verantwortlich.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Biochemie">Biochemie</h3></div>
<p>Lachen hat nachweislich verschiedene positive biochemische Wirkungen. Es führt erwiesenermaßen zu einer Verringerung von Stresshormonen wie <a href="Cortisol" title="Cortisol">Cortisol</a> und <a href="Adrenalin" title="Adrenalin">Adrenalin</a> im Blut. Beim Lachen schüttet das Gehirn Glückshormone, so genannte <a href="Endorphine" title="Endorphine">Endorphine</a> aus, die einige körperliche Schmerzen lindern können.<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Einige Drogen sind für ihre lachfördernden Eigenschaften bekannt (z. B. <a href="Ethanol" title="Ethanol">Ethanol</a> und Cannabis), während andere, wie <a href="Salvinorin_A" title="Salvinorin A">Salvinorin A</a> (der Wirkstoff von <a href="Azteken-Salbei" title="Azteken-Salbei">Salvia divinorum</a>), sogar unkontrollierte Lachanfälle auslösen können.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Medizin">Medizin</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Positive_Wirkungen">Positive Wirkungen</h3></div>
<p>Lachen hat positive Wirkungen, was in der <a href="Redewendung" title="Redewendung">Redewendung</a> „Lachen ist gesund“ zum Ausdruck kommt.
Beim Lachen werden Herz-Kreislauf-System, Zwerchfell und Bauchmuskeln stark angeregt, was zu einer Art innerer Massage des Unterbauchbereichs führt. Durch die Ausschüttung von <a href="Hormon" title="Hormon">Hormonen</a> wird das <a href="Immunsystem" title="Immunsystem">Immunsystem</a> gestärkt und dadurch auch Krankheiten vorgebeugt.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Sogar die Schmerzempfindung wird verringert.
Studien der Gelotologie ergaben, dass Schmerzpatienten nach nur wenigen Minuten Lachen eine Erleichterung erfahren, die mehrere Stunden anhalten kann. Dies geschieht auch durch körpereigene entzündungshemmende Stoffe, die vermehrt produziert werden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lachen_als_Therapie">Lachen als Therapie</h3></div>
<div class="hauptartikel" role="navigation"><span class="hauptartikel-pfeil" title="siehe" aria-hidden="true" role="presentation">→ </span><i><span class="hauptartikel-text">Hauptartikel</span>: <a href="Therapeutischer_Humor" title="Therapeutischer Humor">Therapeutischer Humor</a></i></div>
<p>Durch Lachen kann der Heilungsprozess bei bestimmten Krankheiten gefördert werden. Dabei macht man sich das mit dem Lachen verbundene gesteigerte Wohlbefinden zunutze, das zum Stressabbau und damit zur Verbesserung des Allgemeinbefindens der Patienten beiträgt. Vor allem auf Kinderstationen werden gute Erfahrungen mit regelmäßigen Auftritten von <a href="CliniClowns" title="CliniClowns">Klinikclowns</a> gemacht. Die Idee des <a href="Lachyoga" title="Lachyoga">Lachyoga</a> basiert auf der heilsamen Wirkung des Lachens.
Durch Lachen kann man bei manchen Krankheiten den Heilungsprozess fördern.<sup id="cite_ref-:1_24-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Nebenwirkungen"><span id="Lachzwang"></span> Nebenwirkungen</h3></div>
<p>Neben den vielen positiven Effekten kann Lachen unter besonderen Umständen negative Effekte auf den Körper haben.<sup id="cite_ref-DOI10.1136/bmj.f7274_26-0" class="reference"><a href="#cite_note-DOI10.1136/bmj.f7274-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Bei Störungen mit unkontrollierbaren <a href="Lachanfall" class="mw-redirect" title="Lachanfall">Lachanfällen</a> ist Vorsicht geboten.
</p><p>Die mit heftigem Lachen verbundene körperliche Anstrengung kann bei Personen, die sonst wenig lachen, zu Schmerzen und <a href="Muskelkater" title="Muskelkater">Muskelkater</a> in den beanspruchten Muskelbereichen führen. Bei heftigem Lachen kann es zu <a href="Harninkontinenz" title="Harninkontinenz">Stressinkontinenz</a>, <a href="Hernie" title="Hernie">Hernien</a> und Blutergüssen (<a href="H%C3%A4matom" title="Hämatom">Hämatom</a>) im <a href="Rectus_abdominis" class="mw-redirect" title="Rectus abdominis">geraden Bauchmuskel</a> kommen. Lachen kann auch <a href="Kopfschmerz" title="Kopfschmerz">Kopfschmerzen</a>, eine plötzliche Bewusstlosigkeit (<a href="Synkope_(Medizin)" title="Synkope (Medizin)">Synkope</a>) und plötzliche Muskelschwäche (<a href="Kataplexie" title="Kataplexie">Kataplexie</a>) auslösen. In der Lunge kann es im Extremfall zu einem <a href="Pneumothorax" title="Pneumothorax">Pneumothorax</a> oder einem interlobulären <a href="Emphysem" title="Emphysem">Emphysem</a> kommen. Beim Lachen während des Essens besteht die Gefahr, sich zu verschlucken (<a href="Aspiration_(Medizin)" class="mw-redirect" title="Aspiration (Medizin)">Aspiration</a>).
</p><p>Vereinzelt wurden Todesfälle im Zusammenhang mit Lachen berichtet (siehe <a href="Tod_durch_Lachen" title="Tod durch Lachen">Tod durch Lachen</a>).<sup id="cite_ref-:1_24-1" class="reference"><a href="#cite_note-:1-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Als zwanghaftes Lachen oder als <a href="Lachkrampf" class="mw-redirect" title="Lachkrampf">Lachkrampf</a> kann das Lachen außerdem im Zusammenhang mit <a href="Psychische_St%C3%B6rung" title="Psychische Störung">psychischen Störungen</a> oder nervösen Erkrankungen stehen. Bei einer <a href="Tetanus" title="Tetanus">Tetanus</a>-Erkrankung („Wundstarrkrampf“) und/oder einer <a href="Strychnin" title="Strychnin">Strychnin</a>-Vergiftung kann es zu einem „sardonisches Grinsen“ (<a href="Risus_sardonicus" title="Risus sardonicus">Risus sardonicus</a>) kommen, einer krankhaften Kontraktion der <a href="Mimische_Muskulatur" title="Mimische Muskulatur">mimischen Muskulatur</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Religion">Religion</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Antikes_Griechenland">Antikes Griechenland</h3></div>
<p>Im <a href="Antikes_Griechenland" title="Antikes Griechenland">antiken Griechenland</a> war Lachen ein zentrales Medium religiösen Ausdrucks und ein Charakteristikum der Welt der Götter. So gab es mit <span style="font-style:normal;font-weight:normal"><a href="Altgriechische_Sprache" title="Altgriechische Sprache">altgriechisch</a></span> <span lang="grc-Grek" class="Grek" style="font-style:normal">Γέλος</span> (Gelos) einen eigenen Gott für das Lachen, bisweilen war auch <a href="Dionysos" title="Dionysos">Dionysos</a>, der Gott des Weines, für das Lachen zuständig. In mehreren religiösen Ritualen und Mysterien spielten komische Elemente eine wichtige Rolle. Die ursprünglich religiösen <a href="Trag%C3%B6die" title="Tragödie">Tragödien</a>aufführungen waren stets auch von <a href="Satyrspiel" title="Satyrspiel">Satyrspielen</a> begleitet. Im Kultmythos der <a href="Mysterien_von_Eleusis" title="Mysterien von Eleusis">Mysterien von Eleusis</a> bricht die um die Entführung ihrer Tochter trauernde <a href="Demeter" title="Demeter">Demeter</a> ihr Fasten, als sie durch einen <a href="Obsz%C3%B6n" class="mw-redirect" title="Obszön">obszönen</a> Scherz der <a href="Baubo" title="Baubo">Baubo</a> zum Lachen gebracht wurde. Überhaupt wurde das Gelächter, das religiöse Feste wie den <a href="Komos" title="Komos">Komos</a> des Dionysos oder die <a href="Thesmophorien" title="Thesmophorien">Thesmophorien</a> der Demeter begleitete, durch <a href="Zote" title="Zote">Zoten</a> und unanständige Scherze provoziert.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Christentum">Christentum</h3></div>
<p>Im <a href="Christentum" title="Christentum">Christentum</a> war das Lachen dagegen lange verpönt. In der <a href="Bibel" title="Bibel">Bibel</a> gibt es keine positiven Erwähnungen des Lachens. <a href="JHWH" title="JHWH">Gott</a> lacht über die Torheit der Menschen (<a href="Buch_der_Psalmen" title="Buch der Psalmen"><span style="white-space:nowrap;">Ps</span></a> 2,4 , <a href="Buch_der_Psalmen" title="Buch der Psalmen"><span style="white-space:nowrap;">Ps</span></a> 59,5 ), <a href="Sara_(Erzmutter)" title="Sara (Erzmutter)">Sara</a> und <a href="Abraham" title="Abraham">Abraham</a> lachen über die Verheißung, sie würden in ihrem hohen Alter noch ein Kind bekommen – ihr Lachen ist Ausdruck ihres Unglaubens (<a href="Genesis_(Bibel)" title="Genesis (Bibel)"><span style="white-space:nowrap;">Gen</span></a> 17–18 ). Im <a href="Neues_Testament" title="Neues Testament">Neuen Testament</a> verheißt <a href="Jesus_von_Nazareth" class="mw-redirect" title="Jesus von Nazareth">Jesus von Nazareth</a> in einer der <a href="Seligpreisung" title="Seligpreisung">Seligpreisungen</a> der <a href="Feldrede" title="Feldrede">Feldrede</a> den aktuell Weinenden, sie würden lachen, droht aber gleichzeitig denen, die jetzt lachen, an, sie würden weinen (<a href="Evangelium_nach_Lukas" title="Evangelium nach Lukas"><span style="white-space:nowrap;">Lk</span></a> 6,21, 25 ).<sup id="cite_ref-28" class="reference"><a href="#cite_note-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der Heilige <a href="Johannes_Chrysostomos" title="Johannes Chrysostomos">Johannes Chrysostomos</a> (347–407) behauptete deshalb, Jesus habe nie gelacht.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Im <a href="Lentulus-Brief" title="Lentulus-Brief">Lentulus-Brief</a>, einer <a href="Geschichtsf%C3%A4lschung" title="Geschichtsfälschung">Geschichtsfälschung</a> aus der Zeit der <a href="Renaissance" title="Renaissance">Renaissance</a>, die vorgibt, das authentische <a href="Au%C3%9Ferchristliche_antike_Quellen_zu_Jesus_von_Nazaret" title="Außerchristliche antike Quellen zu Jesus von Nazaret">Zeugnis eines heidnischen Zeitgenossen Jesu</a> zu sein, heißt es, niemand habe ihn je lachen sehen. In verschiedenen <a href="M%C3%B6nchsregel" class="mw-redirect" title="Mönchsregel">Mönchsregeln</a> gab es ein Lachverbot.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zwischen dem 5. und 7. Jahrhundert herrschte eine abwertende Beurteilung des Lachens vor. Im Gegensatz dazu wurde die <a href="Katharsis_(Literatur)" title="Katharsis (Literatur)">kathartische</a> Rolle des Weinens als wichtig angesehen.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die <a href="Mittelalter" title="Mittelalter">mittelalterliche</a> Humorlosigkeit setzte sich im <a href="Fr%C3%BChe_Neuzeit" title="Frühe Neuzeit">frühneuzeitlichen</a> <a href="Protestantismus" title="Protestantismus">Protestantismus</a> fort. So entschied ein Gutachten der theologischen Fakultät der <a href="Universit%C3%A4t_Wittenberg" class="mw-redirect" title="Universität Wittenberg">Universität Wittenberg</a> im Jahr 1658, dass <a href="Fazetie" title="Fazetie">Fazetien</a> und Scherzworte „nicht haben die Gnade und Krafft, jemand zu <a href="Konversion_(Religion)" title="Konversion (Religion)">bekehren</a>, oder in dem Glauben zu stercken und zu erhalten […] Hingegen aber delectieren sie das <a href="Fleisch_(Theologie)" title="Fleisch (Theologie)">Fleisch</a> und machen die Einfalt göttlicher Weisheit verächtig [sic] und zur Thorheit.“ Der <a href="Rostock" title="Rostock">Rostocker</a> Theologe <a href="Heinrich_M%C3%BCller_(Theologe%2C_1631)" title="Heinrich Müller (Theologe, 1631)">Heinrich Müller</a> (1631–1675) bekräftigte in seinem <i>Himmlischen Liebeskuß</i> das Verdikt des Chrisostomus: „Ein Christ soll nicht lachen, Jesus hat auch nicht gelacht.“<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In der Volkskultur hatte das Lachen dagegen durchaus seinen Platz, etwa in den um <a href="Weihnachten" title="Weihnachten">Weihnachten</a> herum gefeierten Narrenfesten, beim <a href="Karneval" class="mw-redirect" title="Karneval">Karneval</a> oder beim <a href="Osterlachen" title="Osterlachen">Osterlachen</a>, mit dem die Gemeinde auf Witze des <a href="Priester_(Christentum)" title="Priester (Christentum)">Priesters</a> in der Osterpredigt reagierte.<sup id="cite_ref-Gilhus_309f_33-0" class="reference"><a href="#cite_note-Gilhus_309f-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Gegen Ende des ersten Viertels des 12. Jahrhunderts gelang der <a href="Scholastik" title="Scholastik">Scholastik</a> die Differenzierung zwischen gutem und verwerflichem Lachen. In diesem Zusammenhang kann auf die Schriften über das Lachen von <a href="Alexander_von_Hales" title="Alexander von Hales">Alexander von Hales</a>, <a href="Thomas_von_Aquin" title="Thomas von Aquin">Thomas von Aquin</a> und <a href="Albertus_Magnus" title="Albertus Magnus">Albertus Magnus</a> verwiesen werden.<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Damit wurde der Weg für einen angemessenen Umgang mit dem Lachen erst frei. In der Zeit des Übergangs behalf sich beispielsweise der französische König <a href="Ludwig_IX._(Frankreich)" title="Ludwig IX. (Frankreich)">Ludwig IX.</a> damit, dass er freitags grundsätzlich nicht lachte.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im <a href="Evangelikalismus" title="Evangelikalismus">evangelikalen</a> Christentum gibt es seit dem 20. Jahrhundert Versuche, das Bild eines lachenden Jesus zu etablieren. In der <a href="Charismatische_Bewegung" title="Charismatische Bewegung">charismatischen Bewegung</a> kommt es mitunter zu unstillbarem Gelächter im Gottesdienst, etwa als Folge des <a href="Torontosegen" title="Torontosegen">Torontosegens</a>.<sup id="cite_ref-Gilhus_309f_33-1" class="reference"><a href="#cite_note-Gilhus_309f-33"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Andere_Religionen">Andere Religionen</h3></div>
<p>Auch in anderen Religionen spielt das Lachen eine zentrale Rolle. Viele Religionen kennen komische Figuren wie die <a href="Trickster" title="Trickster">Trickster</a>-Götter <a href="Loki" title="Loki">Loki</a> und <a href="Anansi" title="Anansi">Anansi</a> oder komische Heilige. Das <a href="Judentum" title="Judentum">Judentum</a> hat eine starke und lebendige Tradition von Witzen und Scherzen. In der neureligiösen <a href="Osho" title="Osho">Osho</a>-Bewegung gibt es eine so genannte dynamische <a href="Meditation" title="Meditation">Meditation</a>, die Lachen und Herumspringen umfasst. Bhagwan Shree Rajneesh flocht in seine Lehrvorträge immer auch ausgiebige Scherze ein. <a href="Zen" title="Zen">Zen</a>-Mönche brechen in schallendes Gelächter aus, der <a href="Dalai_Lama" title="Dalai Lama">Dalai Lama</a> <a href="Tenzin_Gyatso" title="Tenzin Gyatso">Tenzin Gyatso</a> ist nicht zuletzt wegen seines <a href="Humor" title="Humor">Humors</a> auch im <a href="Westliche_Welt" title="Westliche Welt">Westen</a> beliebt. Dennoch ist die Haltung zum Lachen auch im <a href="Buddhismus" title="Buddhismus">Buddhismus</a> ambivalent, wenn etwa streng geregelt wird, wie ein <a href="Buddha" title="Buddha">Buddha</a> oder ein Mönch zu lachen habe.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Philosophie">Philosophie</h2></div>
<p>Im Großen und Ganzen sind drei Argumentationsmodelle bekannt, die das <a href="Wesen_(Philosophie)" title="Wesen (Philosophie)">Wesen</a> des Lachens zu erfassen versuchen und bereits seit Jahrtausenden existieren: Das Überlegenheitsmodell, das Inkongruenzmodell und das Entlastungsmodell.
</p><p>Das Überlegenheitsmodell erklärt Lachen als Reaktion auf die Schwäche oder das Missgeschick anderer, wodurch ein Gefühl der Überlegenheit entsteht. Diese Theorie hat ihre Ursprünge bei Philosophen wie <a href="Platon" title="Platon">Platon</a> und seinem Schüler <a href="Aristoteles" title="Aristoteles">Aristoteles</a> und wird oft mit Schadenfreude in Verbindung gebracht.<sup id="cite_ref-37" class="reference"><a href="#cite_note-37"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup><sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Das Überlegenheitsmodell ist ethisch orientiert und beurteilt das Lachen misstrauisch bis ablehnend. Zu dieser Traditionslinie gehören u. a. Platon, die <a href="Stoa" title="Stoa">Stoiker</a> und <a href="Thomas_Hobbes" title="Thomas Hobbes">Thomas Hobbes</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Antike">Antike</h3></div>
<p>Der antike Philosoph <a href="Demokrit" title="Demokrit">Demokrit</a> (460–370 v. Chr.) „ist in die Geschichte der Philosophie als der lachende Philosoph eingegangen.“ Es ist nicht klar, worauf sich diese Bezeichnung bezog.<sup id="cite_ref-:2_39-0" class="reference"><a href="#cite_note-:2-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Schon seine Zeitgenossen nannten ihn den „lachenden“ Philosophen, vielleicht weil seine Heimatstadt <a href="Abdera" title="Abdera">Abdera</a> in Griechenland den Ruf einer <a href="Schildb%C3%BCrger" title="Schildbürger">Schildbürgerstadt</a> hatte. Vor allem aber zielte er mit seiner Lehre darauf ab, dass die Seele durch die Betrachtung des Wesens der Dinge eine heitere, gelassene Stimmung erlange und nicht länger von Furcht oder Hoffnung umgetrieben werde.
</p><p>Die großen Philosophen der griechischen Antike (Platon, Aristoteles und <a href="Pythagoras" title="Pythagoras">Pythagoras</a>) forderten die Zähmung des „groben Lachens“ zugunsten von feinerem Witz und kultivierter Ironie. Platon und Aristoteles beschäftigten sich nur beiläufig mit dem Lachen bzw. dem Lächerlichen.
</p><p>Platon (427–347 v. Chr.), dessen kritische Haltung zum Lachen die Philosophie lange Zeit prägte, sieht in der Schadenfreude und Selbstüberschätzung den zentralen Kern des Lachens. Für ihn ist es ein Gefühl, das den Menschen überwältigt und ihn seine rationale Selbstbeherrschung verlieren lässt.
</p><p>Er ist dem Lachen gegenüber kritisch eingestellt und bewertet es ethisch. So sieht er im Lachen eine unwürdige Haltung sowohl sich selbst als auch dem anderen gegenüber. In seinem Dialog <i><a href="Philebos" title="Philebos">Philebos</a></i> schreibt er über das Lachen:
</p><p>„Wenn wir also über die lächerlichen Seiten unserer Freunde lachen, so mischen wir demnach, wie die Beweisführung zeigt, Lust mit Neid und somit Lust mit Unlust. Denn die Mißgunst ist längst von uns als Unlust der Seele anerkannt worden und das Lachen als Lust, beides aber spielt sich im vorliegenden Falle gleichzeitig ab.“<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>„Er hält das Lachen für eine Verzerrung der menschlichen Gesichtszüge, die man besser in ihrem natürlichen Ernst belassen sollte.“<sup id="cite_ref-:2_39-1" class="reference"><a href="#cite_note-:2-39"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In <a href="Platonische_Akademie" title="Platonische Akademie">Platons Akademie</a> war das Lachen verpönt und in <i>Der Staat</i> (<a href="Politeia" title="Politeia">Politeia</a>) fordert er, dass die Wächter des Staates das Lachen vermeiden sollten, denn „wenn man sich einem heftigen Lachen hingibt, ruft sein Zustand gewöhnlich eine heftige Reaktion hervor.“ „Wir aber fürchten für die Wächter, sie möchten uns … zu hitzig und zu weichlich werden.“<sup id="cite_ref-:3_41-0" class="reference"><a href="#cite_note-:3-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Lachen ist für Platon eine Rebellion des Körpers „denn wenn man sich heftigem Lachen überläßt, so zieht es gewöhnlich eine heftige Umwandlung nach sich“.<sup id="cite_ref-:3_41-1" class="reference"><a href="#cite_note-:3-41"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Bei der ungeheuren Autorität, die Platon bis heute hat („Alle abendländische Philosophie“, sagte Alfred N. Whitehead, „ist nur eine Fußnote zu Platon.“), war dieses Verdikt verhängnisvoll. Es hat nicht nur mit Staatsräson zu tun, die man, wenn man an Platons Erfahrungen mit Bürgerkrieg und Tyrannen denkt, billigen kann, sondern auch mit dem Ekel des Idealisten vor allem Körperlichen. Lachen aber ist aufdringlich körperlich: Zwei reden gescheit miteinander, plötzlich antwortet der eine mit konvulsivischen Krämpfen des Zwerchfells.
</p><p>Der Schüler von <a href="Sokrates" title="Sokrates">Sokrates</a> gilt allgemein als der erste Theoretiker des Lachens,<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> denn für ihn ist Humor die Mischung von Vergnügungen und <a href="Schmerz" title="Schmerz">Schmerz</a>. Der Lachende fühle sich gegenüber dem Verlachten überlegen. Platons Herabsetzung des Lachens zieht sich durch die Geschichte des Abendlandes.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p><a href="Aristoteles" title="Aristoteles">Aristoteles</a> (384–322 v. Chr.), der Schüler von Plato, war zu der Erkenntnis gelangt, dass die Fähigkeit zu Lachen den Menschen vom Tier unterscheidet und hat den Begriff <i><a href="Homo_ridens" title="Homo ridens">Homo ridens</a></i> (Deutsch: lachender Mensch) geprägt. Er hielt das Lachen für eine spezifische Eigenschaft (<a href="Proprium_(Philosophie)" title="Proprium (Philosophie)">proprium</a>) des Menschen.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Überlegenheits-Theorie geht bereits auf Aristoteles <i><a href="Poetik_(Aristoteles)" title="Poetik (Aristoteles)">Poetik</a></i> zurück.<sup id="cite_ref-45" class="reference"><a href="#cite_note-45"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Er ist der Auffassung, dass wir in den Situationen lachen, in denen wir uns einem Mitmenschen gegenüber überlegen fühlen, also z. B. bei einem Missgeschick.
</p><p>In seiner <i><a href="Rhetorik_(Aristoteles)" title="Rhetorik (Aristoteles)">Rhetorik</a></i> äußerte er sich wie folgt:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„<i>Was nun das Lächerliche betrifft - da es eine gewisse Anwendung in den Prozessen findet und Gorgias empfiehlt, man müsse den Ernst der Gegner durch Lachen und ihr Lachen durch Ernst zunichte machen, was er übrigens richtig so sagt - , so ist bereits in der Poetik dargelegt worden, wieviele Arten des Lächerlichen es gibt, von denen die eine sich für den freien Mann schickt, die andere dagegen nicht. Man mag also so auswählen, wie es zu einem jeden paßt. Es steht aber die Ironie dem freien Manne eher zu Kopf als die Possenreißerei, denn (dabei) trägt er das Lächerliche zu seinem eigenen Vergnügen vor, der Possenreißer jedoch tut es zum Vergnügen anderer.</i>“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card"><a href="Aristoteles" title="Aristoteles">Aristoteles</a></span><sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<p>Ein Haupt-Vertreter der Inkongruenz-Theorie war u. a.der <a href="R%C3%B6misches_B%C3%BCrgerrecht" title="Römisches Bürgerrecht">römische</a> Politiker und Philosoph <a href="Marcus_Tullius_Cicero" title="Marcus Tullius Cicero">Marcus Tullius Cicero</a> (106–43 v. Chr.).<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese besagt, dass wir immer dann lachen, wenn ein überraschender Wechsel zu einer anderen, meist trivialeren Sichtweise stattfindet. Es wird also eine gegebene Situation aus zwei unterschiedlichen Perspektiven beurteilt, wobei es sich bei einer dieser Perspektiven meist um eine einfachere bzw. unzulängliche Sichtweise handelt. Beispiele hierfür sind besonders Wortwitze.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Aufklärung"><span id="Aufkl.C3.A4rung"></span>Aufklärung</h3></div>
<p>Der <a href="K%C3%B6nigreich_England" title="Königreich England">englische</a> <a href="Mathematiker" title="Mathematiker">Mathematiker</a>, <a href="Staatstheorie" title="Staatstheorie">Staatstheoretiker</a> und Philosoph <a href="Thomas_Hobbes" title="Thomas Hobbes">Thomas Hobbes</a> (1588–1679) beschreibt das Lachen als ein Gefühl plötzlicher Überlegenheit angesichts der Fehler anderer. Seine Sichtweise ist Teil der Überlegenheitstheorie, die das Lachen als eine der negativen menschlichen Eigenschaften betrachtet, die auf der Herabsetzung anderer beruht.
</p><p>Hobbes stellt in seinem <a href="Leviathan_(Thomas_Hobbes)" title="Leviathan (Thomas Hobbes)"><i>Leviathan</i></a> fest, dass ein unverhältnismäßiges Eigenlob zum Lachen reize und viel Lachen einen schwachen Geist verrate.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Hobbes ist wie Plato und Aristoteles ein Vertreter der Überlegenheitstheorie. Seiner Auffassung nach ist das Lachen mit eingebildeter oder wirklicher Überlegenheit über andere Menschen verbunden und eine der schlimmsten menschlichen Eigenschaften. Für ihn ist Lachen ein Jubilieren, ein sich Brüsten, ein Angeben der Sieger vor dem Gegner und Ausdruck von Hass und Verachtung.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Mit den deutschen Philosophen der Aufklärung, <a href="Immanuel_Kant" title="Immanuel Kant">Immanuel Kant</a> (1724–1804) und <a href="Arthur_Schopenhauer" title="Arthur Schopenhauer">Arthur Schopenhauer</a> (1788–1860), begann in der Philosophie eine neue Phase. Beide werden als Vertreter der so genannten „Inkongruenztheorie“ betrachtet,<sup id="cite_ref-50" class="reference"><a href="#cite_note-50"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> unter welcher Schopenhauer die plötzliche Wahrnehmung einer <a href="Inkongruenz" title="Inkongruenz">Inkongruenz</a> (<i>Nichtübereinstimmung</i> oder ein <i>Nichtzusammenpassen)</i> zwischen Konzept und realem Objekt als Ursache für das Lachen verstand.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der deutsche Aufklärer <a href="Georg_Wilhelm_Friedrich_Hegel" title="Georg Wilhelm Friedrich Hegel">Georg Wilhelm Friedrich Hegel</a> (1770–1831) hat wenig zur Theorie des Lachens beigetragen. Er unterscheidet zwischen dem Lächerlichen (alles, was zum Lachen reizt) und dem Komischen. Für Hegel zeigt das Komische eine substanz- und zwecklose Welt, eine Art schwerelose Parallelwelt, in der Handlungen mit Leichtigkeit eingeleitet und ebenso leicht wieder abgebrochen werden können. Als Ursprung des Komischen unterscheidet er verschiedene Arten von Widersprüchen: zwischen Anstrengung und Ergebnis, zwischen Fähigkeit und Ehrgeiz, zwischen Entscheidungen und äußeren Zufällen; das Komische entsteht aus dem Widerspruch zwischen der realen, „schweren“ Welt und der „schwerelosen“ Welt, nach der der menschliche Geist strebt.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der französische Philosoph <a href="Henri_Bergson" title="Henri Bergson">Henri Bergson</a> (1859–1941) hat sich in seinem Essay <i>Lachen: Ein Essay über die Bedeutung des Komischen</i> der Frage gewidmet, wie sich die Gesetze des Komischen bestimmen lassen und welche grundlegenden Ursachen für komische Situationen bestehen.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Seine Methode besteht darin, die Ursachen des Komischen zu bestimmen, anstatt seine Auswirkungen zu analysieren. Er befasst sich auch mit dem Lachen im Zusammenhang mit dem menschlichen Leben, der kollektiven Vorstellungskraft und der Kunst, um die Gesellschaft besser zu verstehen.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Eine der Thesen des Essays besagt, dass das Lachen als kollektive Aktivität eine soziale und moralische Funktion erfüllt, indem es die Menschen dazu motiviert, sich ihrer Laster zu entledigen. Ein wesentlicher Aspekt, der zur Aufrechterhaltung einer einheitlichen Verhaltensweise beiträgt, ist die Ablehnung unangemessener und exzentrischer Verhaltensweisen.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Moderne">Moderne</h3></div>
<p>Der britische <a href="Philosoph" title="Philosoph">Philosoph</a> und <a href="Gesellschaftskritiker" class="mw-redirect" title="Gesellschaftskritiker">Gesellschaftskritiker</a> <a href="Anthony_Ludovici" title="Anthony Ludovici">Anthony Ludovici</a> (1882–1971) hat die Gedanken des englischen Philosophen Thomas Hobbes in <i>Das Geheimnis des Lachens</i> weiter entwickelt. Er ist der Überzeugung, dass dem Lachen etwas Unheimliches innewohnt und dass die moderne Allgegenwart des Humors und seine Vergötterung Zeichen gesellschaftlicher Schwäche sind, da der instinktive Rückgriff auf den Humor zu einer Art Flucht vor Verantwortung und Handeln geworden ist. Ludovici hält das Lachen für ein evolutionäres Merkmal und nennt zahlreiche Beispiele für verschiedene Auslöser des Lachens mit jeweils eigenen Erklärungen.<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der deutsche <a href="Anthropologie" title="Anthropologie">Anthropologe</a> <a href="Helmuth_Plessner" title="Helmuth Plessner">Helmuth Plessner</a> (1892–1985), einer der Hauptvertreter der <a href="Philosophische_Anthropologie" title="Philosophische Anthropologie">philosophischen Anthropologie</a>, definierte das Lachen und das Weinen als „Reaktionen auf Grenzen, an welche unser Verhalten stößt. Durch sie bezeugt der Mensch, auf Grenzen möglichen Verhaltens gestoßen zu werden“. Für Plessner beteiligt sich das Lachen zwar an Affekten, ist aber nicht eindeutig, sondern ist wie das Weinen ein Verweis auf ihre mit einer offenbaren Störung der Verhaltensbildung irgendwie verknüpfte Funktion, mit der der Mensch Distanz in einer Situationen zu schaffen vermag, die durch mangelnde Ordnung bedrohlich wirkt. Witze würden daher Ordnung relativieren und ihnen gegenüber Freiheit verschaffen, deren Ausdruck dann das Lachen ist. Da der Mensch seine Mitte außer sich selbst habe (Plessners anthropologisches Konzept der <a href="Exzentrische_Positionalit%C3%A4t" title="Exzentrische Positionalität">exzentrischen Positionalität</a>), sei er zum Lachen befähigt, denn er allein „kennt mit dem Sinn zugleich Doppelsinn, Unsinn und das, was darüber hinausreicht.“<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Kunst">Kunst</h2></div>
<p>Die bildende Kunst, sofern sie auf Dauer angelegt ist, lehnt die Darstellung des Lachens aber nicht nur aus den Glaubensgründen ab, sondern auch, weil es sich um einen nur vorübergehenden Gefühlsreflex handelt, der zudem auf einen nicht darstellbaren Auslöser (Bild, Witz, komische Figur) verweist. Ein Maler, der das Lachen besonders in der Porträtmalerei schätzte, war <a href="Frans_Hals" title="Frans Hals">Frans Hals</a>.<sup id="cite_ref-58" class="reference"><a href="#cite_note-58"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die dramatische Kunst der <a href="Kom%C3%B6die" title="Komödie">Komödie</a> auf der Bühne oder als Film will Lachen beim Publikum erzeugen, wofür sie das Lachen ihrer Darsteller gern unterdrückt; Musterbeispiel hierfür ist <i>The great stoneface</i> <a href="Buster_Keaton" title="Buster Keaton">Buster Keaton</a>. Der <a href="Clown" title="Clown">Clown</a>, aber auch der <a href="Kabarett" title="Kabarett">Kabarettist</a> sind gut beraten, wenn sie über ihre Missgeschicke und Pointen nicht selber lachen; tun sie es, wollen sie sich vielfach damit selbst der Lächerlichkeit preisgeben.
</p><p>Angelo Fortunato Formiggini gründete die <i>Casa del ridere</i> (dt. Haus des Lachens), eine Bibliothek und ein Museum des Lachens. Die von Formiggini für das <i>Casa del ridere</i> zusammengetragene Sammlung wurde der Biblioteca Estense in der norditalienischen Universitätsstadt <a href="Modena" title="Modena">Modena</a> vermacht und umfasst unter anderem 4.581 Bücher, die er im Laufe der Jahre gesammelt hat. Abhandlungen aus <a href="Italien" title="Italien">Italien</a> und anderen Ländern über das Lachen, die Komik, die Groteske und den Humor aus dem 19. und 20. Jahrhundert, Originalausgaben, von denen einige bis zum Ende des 16. Jahrhunderts zurückreichen, 195 alte und moderne humoristische Zeitungen und Zeitschriften, die in Italien oder anderen Ländern veröffentlicht wurden. „Eine Art Bibliothek und Museum für alles, was mit Lachen zu tun hat, ohne Grenzen in Zeit und Geographie“, wie Formiggin es definiert hat.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul class="gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Der lachende Narr. Anonymes Gemälde aus dem 15. Jahrhundert.</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Zwei lachende Männer, <a href="Hans_von_Aachen" title="Hans von Aachen">Hans von Aachen</a>, um 1574.</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Ende des 19. oder Anfang des 20. Jahrhunderts: Darstellung der verschiedenen Stadien des Lachens auf Werbekarten</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext"><a href="Albert_Einstein" title="Albert Einstein">Albert Einstein</a>.(1879–1955). Eine ikonische Figur der Stadt Ulm, die auf einem Foto des Wissenschaftlers basiert.</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Detail der Skulptur <i><a href="Ludwigs_Erbe" title="Ludwigs Erbe">Ludwigs Erbe</a></i> von Peter Lenk: lachende Politiker</div>
</li>
</ul><div class="sieheauch" role="navigation" style="font-style:italic;"><span class="sieheauch-text">Siehe auch</span>: <a href="Lachk%C3%BCnstler" title="Lachkünstler">Lachkünstler</a></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lachen_in_der_Populärkultur"><span id="Lachen_in_der_Popul.C3.A4rkultur"></span>Lachen in der Populärkultur</h2></div>
<p><i><a href="Der_Weg_zum_Lachen" title="Der Weg zum Lachen">Der Weg zum Lachen</a></i> (1857) ist eine Novelle<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> von <a href="Wilhelm_Raabe" title="Wilhelm Raabe">Wilhelm Raabe</a>.
</p><p><a href="Timm_Thaler_oder_Das_verkaufte_Lachen_(Roman)" title="Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen (Roman)"><i>Timm Thaler oder Das verkaufte Lachen</i></a> ist ein 1962 erschienener Roman des deutschen Autors <a href="James_Kr%C3%BCss" title="James Krüss">James Krüss</a>, in dem Tim sein Lachen dem Teufel verkauft. Der Roman wurde 1979 für die 13-teilige Fernsehserie <i><a href="Timm_Thaler_(1979)" title="Timm Thaler (1979)">Timm Thaler</a></i> <a href="Adaption_(Literatur)" title="Adaption (Literatur)">adaptiert</a>.
</p><p>In dem Film <a href="Mary_Poppins_(Film)" title="Mary Poppins (Film)"><i>Mary Poppins</i></a> (1964) vom britischen amerikanischen Regisseur <a href="Robert_Stevenson_(Regisseur)" title="Robert Stevenson (Regisseur)">Robert Stevenson</a> lachen die Figuren so sehr, dass sie schwerelos werden und an der Decke schweben. Das Lied „I Love To Laugh“ wird während dieser Szene gesungen.
</p><p>Das Motiv des Kampfes gegen das Lachen durch Institutionen, die sich durch das Lachen bedroht fühlen, taucht in der Verfilmung von <a href="Umberto_Eco" title="Umberto Eco">Umberto Ecos</a> Roman <i><a href="Der_Name_der_Rose" title="Der Name der Rose">Der Name der Rose</a></i>, in dem ein dogmatischer Klosterbibliothekar lieber die Zerstörung seiner Bibliothek und ihrer Schätze in Kauf nimmt, als die einzige erhaltene Abschrift der <a href="Kom%C3%B6die" title="Komödie">Komödientheorie</a> des <a href="Aristoteles" title="Aristoteles">Aristoteles</a> aus den Händen der Kirche zu geben.
</p><p><a href="Lachkabinett" title="Lachkabinett">Lachkabinette</a> sind kleine geschlossene Räume, in denen die Besucher anhand skurriler Attraktionen zum Lachen gebracht werden. Beispielsweise durch optische Effekte wie verzerrten Spiegelbilder oder durch aus Lautsprechern lachende Stimmen. Sie finden sich meist in <a href="Vergn%C3%BCgungspark" title="Vergnügungspark">Vergnügungsparks</a>, in Schlössern und <a href="Museum" title="Museum">Museen</a>, aber auch auf <a href="Jahrmarkt" title="Jahrmarkt">Jahrmärkten</a> oder Kunst-Veranstaltungen.
</p><p>Da das Lachen eine stark beschleunigte Folge von Atembewegungen darstellt und das <a href="Zwerchfell" title="Zwerchfell">Zwerchfell</a> an diesem Vorgang beteiligt ist, gibt es im Deutschen eine Reihe diesbezüglicher Redewendungen und Wortzusammensetzungen („Zwerchfellattacke“).
</p><p><i><a href="Lachen_macht_Spa%C3%9F" title="Lachen macht Spaß">Lachen macht Spaß</a></i> war eine Unterhaltungsshow des <a href="NDR_Fernsehen" title="NDR Fernsehen">NDR Fernsehens</a>, in der <a href="Sketch" title="Sketch">Sketche</a> von deutschsprachigen <a href="Komiker" title="Komiker">Komikern</a> gezeigt wurden.
</p><p>Die <i><a href="Lachende_K%C3%B6lnarena" title="Lachende Kölnarena">Lachende Kölnarena</a></i> ist eine 13-tägige Karnevalsveranstaltung im <a href="K%C3%B6lner_Karneval" title="Kölner Karneval">Kölner Karneval</a><sup id="cite_ref-KSTA_61-0" class="reference"><a href="#cite_note-KSTA-61"><span class="cite-bracket">[</span>61<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu der rund 130.000 Besucher kommen.<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>62<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die <a href="Lachmesse" title="Lachmesse">Lachmesse</a> ist ein europäisches Humor- und Satirefestival, das seit 1991 jährlich an elf Tagen im Oktober in <a href="Leipzig" title="Leipzig">Leipzig</a> stattfindet.
</p><p>In der deutschen Ausstrahlung von <a href="Sitcom" title="Sitcom">Sitcoms</a> werden amerikanische Fernsehserien meist durch eingespielte Lacher untermalt (sogenannte „<a href="Lachkonserve" title="Lachkonserve">Lachkonserven</a>“ oder englisch „<i>canned laughter</i>“), da die Folgen vor Publikum aufgezeichnet werden und dessen Lachen für die Synchronisierung nicht mehr verwendet werden kann.
</p><p>Im deutschen und englischen <a href="Netzjargon" title="Netzjargon">Netzjargon</a> wird für „auslachen“ oder als Reaktion auf etwas Lustiges oder Außergewöhnliches, <i><a href="LOL" title="LOL">LOL</a> ein</i> <a href="Akronym" title="Akronym">Akronym</a> für <i>Laughing Out Loud</i><sup id="cite_ref-63" class="reference"><a href="#cite_note-63"><span class="cite-bracket">[</span>63<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder auch <i>laugh out loud</i>,<sup id="cite_ref-64" class="reference"><a href="#cite_note-64"><span class="cite-bracket">[</span>64<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> (<a href="Deutsche_Sprache" title="Deutsche Sprache">deutsch</a>: ‚laut lachend‘, wörtlich: ‚laut auflachend‘), verwendet. Auf <a href="Franz%C3%B6sische_Sprache" title="Französische Sprache">Französisch</a> ist <i>mdr</i>, aus den <a href="Initiale" title="Initiale">Anfangsbuchstaben</a> von <i>mort de rire</i> (deutsch: ‚totgelacht‘), gängig.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Lachen_bei_Tieren">Lachen bei Tieren</h2></div>
<p><a href="Menschenaffen" title="Menschenaffen">Menschenaffen</a> können lachen, also neben dem Menschen auch <a href="Schimpansen" title="Schimpansen">Schimpansen</a>, <a href="Gorillas" title="Gorillas">Gorillas</a> und <a href="Orang-Utans" title="Orang-Utans">Orang-Utans</a>.<sup id="cite_ref-65" class="reference"><a href="#cite_note-65"><span class="cite-bracket">[</span>65<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>In einer Studie konnten Wissenschaftler mithilfe technischer Geräte, die das Kitzeln von Ratten erzeugen, Töne aufnehmen und das Lachen der Tiere feststellen. Für die Wahrnehmung der Kichertöne, deren Frequenz sehr hoch ist, sind spezielle Geräte erforderlich, da diese für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbar sind.<sup id="cite_ref-66" class="reference"><a href="#cite_note-66"><span class="cite-bracket">[</span>66<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Siehe_auch">Siehe auch</h2></div>
<ul><li><a href="Lachen_verboten" class="mw-redirect" title="Lachen verboten">Lachen verboten</a></li>
<li><a href="Weltlachtag" title="Weltlachtag">Weltlachtag</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Bücher"><span id="B.C3.BCcher"></span>Bücher</h3></div>
<ul><li><a href="Helmut_Bachmaier" title="Helmut Bachmaier">Helmut Bachmaier</a> (Hrsg.): <i>Lachen macht stark. Humorstrategien</i>. Wallstein, Göttingen 2007, ISBN 978-3-8353-0112-2</li></ul>
<ul><li><a href="Mary_Beard_(Althistorikerin)" title="Mary Beard (Althistorikerin)">Mary Beard</a>: <i>Das Lachen im alten Rom. Eine Kulturgeschichte</i>. Philipp von Zabern, Darmstadt 2016</li>
<li><a href="Peter_L._Berger" title="Peter L. Berger">Peter L. Berger</a>: <i>Erlösendes Lachen. Das Komische in der menschlichen Erfahrung.</i> Walter de Gruyter, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-038670-7</li></ul>
<ul><li><a href="Henri_Bergson" title="Henri Bergson">Henri Bergson</a>:
<ul><li>Originaltitel fr.: <i>1.</i> <i>Le rire. Essai sur la signification du comique.</i> Alcan, Paris 1<i>904,</i> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://classiques.uqac.ca/classiques/bergson_henri/le_rire/le_rire.html">Online</a> durch die <a href="Universit%C3%A9_du_Qu%C3%A9bec" title="Université du Québec">Université du Québec</a></li>
<li><i>Das Lachen.</i> Übers. Julius Frankenberger, <a href="Walter_Fr%C3%A4nzel" title="Walter Fränzel">Walter Fränzel</a>. Diederichs, Jena 1921</li>
<li><i>Das Lachen. Ein Essai über die Bedeutung des Komischen.</i> Übers. Roswitha Plancherel-Walter. Arche, Zürich 1972; wieder Luchterhand, Darmstadt 1988; wieder Meiner, Hamburg 2011</li></ul></li>
<li><a href="Yves_Bossart" title="Yves Bossart">Yves Bossart</a>: <i>Trotzdem lachen. Eine kurze Philosophie des Humors,</i> Blessing Verlag, München 2022, ISBN 978-3-89667-742-6</li>
<li><a href="Charles_Darwin" title="Charles Darwin">Charles Darwin</a>: <i><a href="Der_Ausdruck_der_Gem%C3%BCtsbewegungen_bei_dem_Menschen_und_den_Tieren" title="Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren">Der Ausdruck der Gemütsbewegungen bei dem Menschen und den Tieren</a>.</i> (deutsch, Kritische Ausgabe, Frankfurt a. M. 2000).</li>
<li><a href="Jacques_Le_Goff" title="Jacques Le Goff">Jacques Le Goff</a>: <i>Das Lachen im Mittelalter.</i> Aus dem Französischen übersetzt von Jochen Grube. Mit einem Nachwort von <a href="Rolf_Michael_Schneider" title="Rolf Michael Schneider">Rolf Michael Schneider</a>. 3. Aufl., Klett-Cotta, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-608-94274-3.</li>
<li>Brigit Rißland, <a href="Johannes_Gruntz-Stoll" title="Johannes Gruntz-Stoll">Johannes Gruntz-Stoll</a>: <i>Das lachende Klassenzimmer. Werkstattbuch Humor.</i> Schneider, Baltmannsweiler 2009, ISBN 978-3-8340-0488-8</li>
<li><a href="Ewald_Hecker_(Mediziner)" title="Ewald Hecker (Mediziner)">Ewald Hecker</a>: <i>Die Physiologie und Psychologie des Lachens und des Komischen. Ein Beitrag zur experimentellen Psychologie für Naturforscher, Philosophen und gebildete Laien.</i> Berlin 1873.</li>
<li>Georg Wilhelm Friedrich Hegel<i>: Vorlesungen über die Ästhetik</i> (gehalten 1820–1829, aus Notizen und Mitschriften 1835–1838 postum herausgegeben von <a href="Heinrich_Gustav_Hotho" title="Heinrich Gustav Hotho">Heinrich Gustav Hotho</a>)</li>
<li>Thomas Hobbes: <i>Leviathan. Erster und zweiter Teil</i> (= <i><a href="Reclams_Universal-Bibliothek" title="Reclams Universal-Bibliothek">Reclams Universal-Bibliothek</a></i>, Band 8348). Reclam, Stuttgart 1938, 1970, 1980, 1996 (übersetzt von Jacob Peter Mayer), ISBN 3-15-008348-6.</li>
<li>Thomas Hobbes. <i>Vom Menschen. Vom Bürger</i>. Hrsg. Günter Gawlick. Felix Meiner 1959.</li>
<li>Karl J. Keppler: <i>Das Lachen der Frauen. Das Dämonische im Weiblichen. Goethe – Wagner – Thomas Mann.</i> <a rel="nofollow" class="external text" href="http://books.google.de/books?id=2492KHO_WmUC">Google Books.</a> Königshausen & Neumann, Würzburg 2005, ISBN 3-8260-3092-3.</li>
<li><a href="Andino_(Zauberk%C3%BCnstler)" title="Andino (Zauberkünstler)">Andreas Michel-Andino</a><i>: Kleine Philosophie des Lachens. Ein Essay über das Phänomen des Komischen</i>. Fölbach, Koblenz 2000, ISBN 3-934795-03-X</li>
<li>Hedwig Kenner: Weinen und Lachen in der griechischen Kunst (= Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Sitzungsbericht 234, 2). Rohrer, Wien 1960</li>
<li>Hans-Georg Moeller, <a href="G%C3%BCnter_Wohlfart" title="Günter Wohlfart">Günter Wohlfart</a> (Hrsg.): <i>Laughter in Eastern and Western Philosophies.</i> Verlag Karl Alber, Freiburg/München 2010, ISBN 978-3-495-48385-5.</li>
<li><a href="Helmuth_Plessner" title="Helmuth Plessner">Helmuth Plessner</a>: <i>Lachen und Weinen. Eine Untersuchung der Grenzen menschlichen Verhaltens.</i> In: Gesammelte Schriften, Bd. VII, 1941.</li>
<li><a href="Lenz_Pr%C3%BCtting" title="Lenz Prütting">Lenz Prütting</a>: <i>Homo ridens. Eine phänomenologische Studie über Wesen, Formen und Funktionen des Lachens.</i> 1. Auflage in 3 Bänden. Verlag Karl Alber, Freiburg / München 2014, ISBN 978-3-495-48829-4 (4. Auflage als einbändige erweiterte Neuausgabe 2016).</li></ul>
<ul><li>Friedemann Richert: <i>Kleine Geistesgeschichte des Lachens.</i> Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009, ISBN 3-534-21620-2.</li>
<li>Joachim Ritter: <i>Über das Lachen</i>. In: Dietzsch, Steffen: Luzifer lacht. <i>Philosophische Betrachtungen von Nietzsche bis Tabor</i>i. Reclam: Leipzig 1993</li>
<li><a href="Werner_R%C3%B6cke" title="Werner Röcke">Werner Röcke</a>, <a href="Hans_Rudolf_Velten" title="Hans Rudolf Velten">Hans Rudolf Velten</a>: <i>Lachgemeinschaften. Kulturelle Inszenierungen und soziale Wirkungen von Gelächter im Mittelalter und in der frühen Neuzeit.</i> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://books.google.de/books?id=0lxRHeeexJQC">Google Books.</a> Walter de Gruyter, Berlin u. a. 2005, ISBN 3-11-018236-X.</li>
<li>Henri Rubinstein: <i>Die Heilkraft Lachen</i>. (französisch: „Psychosomatique du rire“). Hallwag, Bern 1985, ISBN 3-444-10313-1.</li>
<li>Paolo Santarcangeli: <i>Homo ridens. Estetica, Filologia, Psicologia, Storia del Comico</i> (= Biblioteca dell’Archivum Romanicum/Serie 1; Band 223). Olschki, Florenz 1989, ISBN 88-222-3694-7.</li>
<li><a href="Eckart_Sch%C3%B6rle" title="Eckart Schörle">Eckart Schörle</a>: <i>Die Verhöflichung des Lachens. Lachgeschichte im 18. Jahrhundert</i> (= Kulturen des Komischen, Bd. 4). Aisthesis-Verlag, Bielefeld 2007, ISBN 3-89528-618-4 (= Dissertation Universität Erfurt).</li>
<li><a href="Werner_Thiede" title="Werner Thiede">Werner Thiede</a>: <i>Das verheißene Lachen. Humor in theologischer Perspektive.</i> Vandenhoeck und Ruprecht, Göttingen 1986, ISBN 3-525-63350-5 (ital. Übersetzung 1989).</li>
<li><a href="Harald_Weinrich" title="Harald Weinrich">Harald Weinrich</a>: <i>Was heißt „Lachen ist gesund?“</i>. In: Warning Preisendanz, Rainer Warning (Hrsg.): <i>Das Komische</i>. Fink, München 1976. S. 402–409, ISBN 3-7705-1411-4 (= <i>Poetik und Hermeneutik</i>, Band 7).</li>
<li>Winfried Wilhelmy: <i>Seliges Lächeln und höllisches Gelächter. Das Lachen in Kunst und Kultur des Mittelalters.</i> Katalog zur Sonderausstellung im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum, Mainz, 27. April – 16. September 2015, Schnell und Steiner, Regensburg 2012, ISBN 978-3-7954-2583-8.</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Dissertationen">Dissertationen</h3></div>
<ul><li><a href="Barbara_Merziger" class="mw-redirect" title="Barbara Merziger">Barbara Merziger</a>: <i>Das Lachen von Frauen im Gespräch über Shopping und Sexualität.</i> Dissertation an der <a href="Freie_Universit%C3%A4t_Berlin" title="Freie Universität Berlin">FU Berlin</a>, Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, 2005 <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/977032426">977032426</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000001869">online</a>).</li>
<li>Eckart Schörle: <i>Die Verhöflichung des Lachens. Lachgeschichte im 18. Jahrhundert.</i> Dissertation an der <a href="Universit%C3%A4t_Erfurt" title="Universität Erfurt">Universität Erfurt</a>, 2005. Als Buch veröffentlicht bei Aisthesis, Bielefeld 2007, ISBN 978-3-89528-618-6 (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.aisthesis.de/Schoerle-Eckart">Webseite des Verlags zum Buch</a>).</li>
<li>Susanne Schroeder: <i>„Lachen ist gesund?“ – eine volkstümliche und medizinische Binsenwahrheit im Spiegel der Philosophie.</i> Dissertation an der Freien Universität Berlin, Fachbereich Philosophie und Geisteswissenschaften, 2002, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/964802783">964802783</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.diss.fu-berlin.de/diss/receive/FUDISS_thesis_000000000659">online</a>).</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Laughing?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Lachen</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size skin-invert-image" typeof="mw:File"><span title="Wikiquote"></span></span></div><b><a href="https://de.wikiquote.org/wiki/Lachen" class="extiw external" title="q:Lachen">Wikiquote: Lachen</a></b> – Zitate </div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Lachen" class="extiw external" title="wikt:Lachen">Wiktionary: Lachen</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.wissenschaft.de/umwelt-natur/warum-lachen-ansteckend-ist/">Warum Lachen ansteckend ist</a></li>
<li><span class="cite">Daniel Knopp: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/das-lachen-und-die-religion-ein-widerspruch/1355605"><i>Das Lachen und die Religion - Ein Widerspruch?</i></a> In: <i>Podcast <a href="Radiowissen" title="Radiowissen">Radiowissen</a>.</i> <a href="Bayern_2" title="Bayern 2">Bayern 2</a><span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 27. Juli 2022</span></span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ALachen&rft.title=Das+Lachen+und+die+Religion+-+Ein+Widerspruch%3F&rft.description=Das+Lachen+und+die+Religion+-+Ein+Widerspruch%3F&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.br.de%2Fmediathek%2Fpodcast%2Fradiowissen%2Fdas-lachen-und-die-religion-ein-widerspruch%2F1355605&rft.creator=Daniel+Knopp&rft.publisher=%5B%5BBayern+2%5D%5D"> </span></li>
<li><span class="cite">Daniela Remus: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.br.de/mediathek/podcast/radiowissen/lachen-in-der-philosophie-kann-humor-der-erkenntnis-helfen/1816147"><i>Lachen in der Philosophie - Kann Humor der Erkenntnis helfen?</i></a> In: <i>Podcast <a href="Radiowissen" title="Radiowissen">Radiowissen</a>.</i> <a href="Bayern_2" title="Bayern 2">Bayern 2</a><span style="display:none">;</span><span class="Abrufdatum" style="display:none"> abgerufen am 27. Juli 2022</span></span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ALachen&rft.title=Lachen+in+der+Philosophie+-+Kann+Humor+der+Erkenntnis+helfen%3F&rft.description=Lachen+in+der+Philosophie+-+Kann+Humor+der+Erkenntnis+helfen%3F&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.br.de%2Fmediathek%2Fpodcast%2Fradiowissen%2Flachen-in-der-philosophie-kann-humor-der-erkenntnis-helfen%2F1816147&rft.creator=Daniela+Remus&rft.publisher=%5B%5BBayern+2%5D%5D"> </span></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
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<li id="cite_note-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-3">↑</a></span> <span class="reference-text">Erich Kästner: Heiterkeit in Dur und Moll, Band 1, Ullstein, Frankfurt am Main / Berlin/Wien 1976, ISBN 3-548-02900-0, S. 15.</span>
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<li id="cite_note-DOI10.1136/bmj.f7274-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-DOI10.1136/bmj.f7274_26-0">↑</a></span> <span class="reference-text">R. E. Ferner, J. K. Aronson: <i>Laughter and MIRTH (Methodical Investigation of Risibility, Therapeutic and Harmful): narrative synthesis.</i> In: <i>BMJ.</i> 347, 2013, S. f7274–f7274, <a href="https://doi.org/10.1136/bmj.f7274" class="extiw external" title="doi:10.1136/bmj.f7274">doi:10.1136/bmj.f7274</a>.</span>
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<li id="cite_note-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-45">↑</a></span> <span class="reference-text">Aristoteles: <i><a href="Poetik_(Aristoteles)" title="Poetik (Aristoteles)">Poetik</a></i> (unvollständig überliefert)</span>
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<li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">Aristoteles: <i>Rhetorik</i>, 1419b (übersetzt und herausgegeben von Franz G. Sieveke, München 1989).</span>
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<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text">H. Merklin (Hrsg.): <cite style="font-style:italic">De oratore – Über den Redner</cite>. Reclam, Stuttgart 1978.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Lachen&rft.btitle=De+oratore+-+%C3%9Cber+den+Redner&rft.date=1978&rft.genre=book&rft.place=Stuttgart&rft.pub=Reclam" style="display:none"> </span></span>
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<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text">Kleine Philosophie des Lachens. S. 24.</span>
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<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text">Thomas Hobbes: <cite style="font-style:italic">Vom Menschen. Vom Bürger.</cite> Hrsg.: Günter Gawlick. Felix Meiner, 1959.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Lachen&rft.au=Thomas+Hobbes&rft.btitle=Vom+Menschen.+Vom+B%C3%BCrger.&rft.date=1959&rft.genre=book&rft.pub=Felix+Meiner" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-50"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-50">↑</a></span> <span class="reference-text">John Morreal: <i>The Philosophy of Laughter and Humor</i>, 1987, S. 45–64 (englisch).</span>
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<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text">Helga Kotthoff: <i>Scherzkommunkation</i>, 1996, S. 10.</span>
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<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text">Peter L. Berger: <cite style="font-style:italic">Erlösendes Lachen: Das Komische in der menschlichen Erfahrung</cite>. De Gruyter, New York 1998, ISBN 3-11-015561-3.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Lachen&rft.au=Peter+L.+Berger&rft.btitle=Erl%C3%B6sendes+Lachen%3A+Das+Komische+in+der+menschlichen+Erfahrung&rft.date=1998&rft.genre=book&rft.isbn=3110155613&rft.place=New+York&rft.pub=De+Gruyter" style="display:none"> </span></span>
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<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Henri Bergson: <a class="external text" href="https://fr.wikisource.org/wiki/Le_Rire._Essai_sur_la_signification_du_comique"><i>Le Rire. Essai sur la signification du comique.</i></a> In: <i>fr.wikisource.org.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 15. April 2023</span> (französisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ALachen&rft.title=Le+Rire.+Essai+sur+la+signification+du+comique&rft.description=Le+Rire.+Essai+sur+la+signification+du+comique&rft.identifier=https%3A%2F%2Ffr.wikisource.org%2Fwiki%2FLe_Rire._Essai_sur_la_signification_du_comique&rft.creator=Henri+Bergson&rft.language=fr"> </span></span>
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<li id="cite_note-54"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-54">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Henri Bergson: <a class="external text" href="https://fr.wikisource.org/wiki/Le_Rire._Essai_sur_la_signification_du_comique/Pr%C3%A9face"><i>Le Rire. Essai sur la signification du comique - Préface.</i></a> In: <i>fr.wikisource.org.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 15. April 2022</span> (französisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ALachen&rft.title=Le+Rire.+Essai+sur+la+signification+du+comique+-+Pr%C3%A9face&rft.description=Le+Rire.+Essai+sur+la+signification+du+comique+-+Pr%C3%A9face&rft.identifier=https%3A%2F%2Ffr.wikisource.org%2Fwiki%2FLe_Rire._Essai_sur_la_signification_du_comique%2FPr%25C3%25A9face&rft.creator=Henri+Bergson&rft.language=fr"> </span></span>
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<li id="cite_note-55"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-55">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Henri Bergson: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.gutenberg.org/files/4352/4352-h/4352-h.htm"><i>Laughter: An Essay on the Meaning of the Comic.</i></a> In: <i>gutenberg.org.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 15. April 2023</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ALachen&rft.title=Laughter%3A+An+Essay+on+the+Meaning+of+the+Comic&rft.description=Laughter%3A+An+Essay+on+the+Meaning+of+the+Comic&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.gutenberg.org%2Ffiles%2F4352%2F4352-h%2F4352-h.htm&rft.creator=Henri+Bergson&rft.language=en"> </span></span>
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<li id="cite_note-56"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-56">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite">Anthony M. Ludovici: <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.anthonymludovici.com/sl_pre.htm"><i>The Secret of Laughter.</i></a> In: <i>www.anthonymludovici.com.</i><span class="Abrufdatum"> Abgerufen am 14. April 2023</span> (englisch).</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3ALachen&rft.title=The+Secret+of+Laughter&rft.description=The+Secret+of+Laughter&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.anthonymludovici.com%2Fsl_pre.htm&rft.creator=Anthony+M.+Ludovici&rft.language=en"> </span></span>
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<li id="cite_note-57"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-57">↑</a></span> <span class="reference-text">Plessner Helmuth: <i>Die Frage nach der Conditio humana. Aufsätze zur philosophischen Anthropologie</i>, Suhrkamp Taschenbuch Verlag 1976 S. 70–74.</span>
</li>
<li id="cite_note-58"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-58">↑</a></span> <span class="reference-text">siehe hierzu Heike Ostarhild: <i>Wenn Meisterwerke Zähne zeigen. Über das Lachen in der Kunst.</i> Legat-Verlag, Tübingen 2002.</span>
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<li id="cite_note-59"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-59">↑</a></span> <span class="reference-text">A. F. Formiggini: <cite class="lang" lang="it" dir="auto" style="font-style:italic">La Ficozza filosofica del fascismo</cite>. Formiggini Editore, Rome 1924, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>321</span> (italienisch).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Lachen&rft.au=A.+F.+Formiggini&rft.btitle=La+Ficozza+filosofica+del+fascismo&rft.date=1924&rft.genre=book&rft.pages=321&rft.place=Rome&rft.pub=Formiggini+Editore" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-60"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-60">↑</a></span> <span class="reference-text">Cecilia von Studnitz: Wilhelm Raabe: <cite style="font-style:italic">.Wilhelm Raabe.Schriftsteller. Eine Biographie.</cite> Droste Verlag, Düsseldorf 1989, ISBN 3-7700-0778-6.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Lachen&rft.au=Cecilia+von+Studnitz%3A+Wilhelm+Raabe&rft.btitle=.Wilhelm+Raabe.Schriftsteller.+Eine+Biographie.&rft.date=1989&rft.genre=book&rft.isbn=3770007786&rft.place=D%C3%BCsseldorf&rft.pub=Droste+Verlag" style="display:none"> </span></span>
</li>
<li id="cite_note-KSTA-61"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-KSTA_61-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://web.archive.org/web/20131105131015/http://www.ksta.de/koeln-uebersicht/lachende-koelnarena-der-wallfahrtsort-fuer-pittermaennchen,16341264,11957434.html"><i>Lachende Kölnarena: Der Wallfahrtsort für Pittermännchen.</i></a> 5. November 2013, archiviert vom <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r250917974">
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